Associazione Emilia Romagna in Stuttgart
italiano

"Die Emilia-Romagna wurde von Gott geschaffen, um es den Menschen zu ermöglichen, Ferraris herzustellen.“


So sind sie wohl die Emilianer.

Sollte man ein neues Auto bauen? Gut, dann gründeten sie die Häuser Ferrari, Maserati und Lamborghini. Als es darum ging, ein neues Motorrad zu bauen, entstand der Motorradhersteller Ducati. Als es um Käse ging, erfanden die Emilianer den Parmigiano Reggiano. Um heimische Spaghetti zu genießen, gründete man die weltberühmte Firma Barilla. Um den Gästen einen ausgezeichneten Kaffee anzubieten, ging der Kaffeemaschienenhersteller Saeco in die Serienproduktion. Für gute Musik und unvergeßliche Lieder sorgten - und sorgen heute noch - Musiker wie Lucio Dalla, Gianni Morandi und Ligabue. Nicht nur wurden höchstmoderne biomedizische Firmen gegründet; um Fliesen herzustellen, wurde die Majolika-Technik perfektioniert...


Die Emilianer sind wie die Japaner: nichts kann sie aufhalten, sie sind unermüdlich. Und wenn sie etwas brauchen, dann entsteht in der Emilia-Romagna etwas ganz Besonderes, das für alle nützlich sein kann...


Selbst jetzt, nach dem Erdbeben, werden die Steine wieder fleißig aufgesammelt: ohne Zweifel, werden die Emilianer Kathedralen daraus basteln können!


Davide Daniele aus “Il Resto del Carlino” vom 09.06.2012




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ie Emilia-Romagna ist eine der wohlhabendsten Regionen in Norditalien und bietet dem Besucher zahlreiche landschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und gastronomische Leckerbissen.


Schon die Landschaft wird in der Emilia Romagna nie langweilig: Meeresliebhaber können auf die modernen, gut organisierten Badeanstalten an der Adria zählen. Kulturtouristen werden ihre Sinne mit den Schätzen Parmas oder Bolognas erfreuen und Bergsteiger können sich auf den Wanderpfaden des Apennin austoben.


Selbst die im Winter immerwährenden Nebel des Landesinneren können faszinieren, wenn man beobachtet, wie sie die weiten kultivierten Felder langsam (manchmal vielleicht auch zu langsam…) entschleiern. Aus milchigem Grau blickt dann die Po-Ebene heraus. Sie verwöhnt die Augen mit ihren Pappelreihen und diesem längsten Fluss Italiens, der den für Deutsche so amüsanten Namen Po trägt. Diese Elemente gehören zur Landschaft der Emilia-Romagna wie Zypressenreihen und Hügel zur Toskana.


Rund um den Po entfaltet sich die blühende Landwirtschaft der Region mit Bauernhöfen, weiten Feldern und Viehzuchtanstalten, welche man am „gesunden Geruch“ bei einer Autofahrt leicht erkennt. Schweine sind für die Region besonders wichtig, da die Emilia-Romagna als das Zentrum der Schweinezucht in Italien gilt. Und die rosa Tiere mit dem lockigen Schwanz werden auch in der emiliano-romagnolischen Gastronomie geehrt: man kann sie als Salame Felino, Mortadella, Zampone, Prosciutto di Parma oder Culatello in der ganzen Region genießen.


Ausschließlich aus der Milchwirtschaft der Region entsteht das in der Welt vielleicht bekannteste Produkt der Emilia-Romagna: der Parmigiano Reggiano. Die Geschichte dieses Hartkäse aus Kühmilch reicht zurück bis in das 12. Jahrhundert, als er in nur 4 Klöstern zwischen Parma und Reggio Emilia hergestellt wurde. Heutzutage wird Parmigiano in mehreren Provinzen Norditaliens in einem streng kontrollierten Prozess produziert und ist seit 1955 mit dem DOP-Siegel (geschützte Herkunftsbezeichnung) geschützt. Am leckersten schmeckt der Parmigiano auf der Pasta oder mit einem Tröpfchen echten Balsamicos aus der benachbarten Stadt Modena.


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um Wohlhaben der Region tragen außerdem die dort ansässigen zahlreichen Industrien bei. Namhaften Autoherstellern wie Ferrari, Maserati oder Lamborghini verdankt die Region den Spitznamen "Land der Motoren". Bekannt ist sie aber auch für die Produktion von Industriekomponenten, Fliesen, Bekleidung, Motorrädern und Lebensmitteln: sie alle werden weltweit und erfolgreich exportiert. Nicht zu vergessen sind die unzähligen klein- und mittelständischen Unternehmen der Po-Ebene, welche mit ihren Umsätzen zur Prosperität der Emilia-Romagna entscheidend beitragen.


Wo man viel arbeitet besteht auch ein Wunsch nach ausgiebiger Erholung… hierfür bietet die Adriaküste die perfekte Lösung. Ihre Badeanstalten wussten deutsche Touristen schon in den 1960er Jahren zu schätzen. Heute finden ältere wie jüngere Urlauber dort immer das Richtige: ob Partyleben, Aquapark, Sport oder einfach nur Ruhe unter dem Sonnenschirm - in Rimini, Cesenatico und Cervia ist alles zum Greifen nah; man muss sich nur entscheiden können!


Wenn Sie Nahrung für den Geist brauchen und kulturelle Genüsse suchen sind die Altstädte von Ravenna, Bologna, Ferrara und Reggio Emilia nicht weit und – davon können Sie ausgehen! - die Planung der Reiseziele für den nächsten Tag wird Ihnen am Tisch einer Osteria mit einem Glas kräftigen Lambruscos bestimmt leichter fallen!


In der Bildergalerie können Sie einige typische Impressionen aus der Region Emilia-Romagna betrachten.